Ich wurde in Halsheim an der Wern als einziges Kind meiner Eltern, Wenzel und Hildegard von Halsheim, im Jahre des Herrn 1126 geboren. Nachdem ich meine ritterliche Ausbildung erhalten hatte, begab ich mich zum Sudium der Philosophie an die Univertsität zu Mainz am Rhei. Da ich ch in diesem Studium jedoch nicht meine persönliche Erfüllung fand, besann ich mich auf altbewährte Tradition meiner Familie, welche bereits lange Weinbau betrieb und begab mich hierführ ans Kloster Eberbach, um dort meine Kenntnisse des Weinbaus und der Kellerwirtschaft zu erweitern. Als mein Vater Wenzel plötzlich verstarb, kehrte ich von Eberbach auf das elterliche Lehen zurück. Aufgrund der Gunst des Lehnsherren gegenüber meiner Familie, die sich mein Vater durch die exzellente Führung der Ländereien erworben hatte, wured mir kurze Zeit nach dem Ableben Wenzels das Lehen Halsheim erneut zur Bewirtschaftung überlassen.

 

In meinem Geburtsort zurückgekehrt, setzte ich das in Kloster Eberbach erwobene Wissen äußerst geschickt auf heimischem Boden ein, was mein Leben zu wirtschaftlicher Blüte verhalf. Durch diesen Erfolg auf das Gut und somit auf mich aufmerksam geworden, erhob mich mein Herr Berthold von Henneberg in den Stand eines Ministerlialen des Hochstiftes Würzburg. Mein neu erworbener Reichtung machte es mir möglich, im Jahre des Herrn 1153 die Schwertleite zu empfangen, mich jetzt Ritter Otto Alexander von Halsheim zu nennen und ein eigenes Wappen zu führen.

 

Im selben Jahr lerne ich während der Drei-Königs-Feier in Arnstein die bezaubend schöne Magdalena, dritte Tochter aus dem Geschlecht derer von Hutten, kennen. Nachdem ein Jahr ins Land gegangen war, traten wir in den heiligen Stand der Ehe. Zu diesem Anlass richteten wir ein großes Fest aus, zu dem alle Adelsgeschlechter der Umgebung eingeladen waren.

Als ich einer alten Gewohnheit folgend wieder einmal zur Jagd geritten war, scheuchte ich, als ich gerade die Spur eines stattlichen Hirschen verfolgte, eine Gruppe Reisender auf, die sich just in diesem Augenblick in meinen Wäldern befand, um gen Würzburg zu ziehen, wo sie der Hochzeit des Kaisers Friedrich I. von Hohenstaufen beiwohnen wollten. Sie wurde von einem irischen Adeligen namens O'Flaítherbertaíg angeführt. Ich lud die ganze Gesellschaft ein, bei uns zu nächtigen, was diese sehr freudig annahm. Beim abendlichen Gelage mit eigenem Wein und selbsterlegtem Wildbret, erzählten wir uns so manche Geschichte von unseren Reisen, Kämpfen, Abenteuern und lernten und so besser kennen.

 

In diesen Tagen erreichte auch mich die Einladung meines Lehnsherrn zur Hochzeit des Kaisers Friedrich I. mit Beatrix in Würzburg. Meine neuen Freunde und ich beschlossen, zusammen die Reise nach Würzburg anzutreten und dort gemeinsam ein Lager aufzuschlagen.

Dort festigten sich die freundschaftliche Bande derart, dass ich entschied, die Gruppe mit meiner Frau weiterhin zu begleiten.